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Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?

Der Endpreis sagt wenig, solange die Leistung offenbleibt. Ein Leitfaden für Angebote, Folgekosten und eine Website, die zu deinem Betrieb passt.

Website-Layout aus einzelnen Modulen mit einem orangefarbenen Glaspanel

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vergleiche dieselben Leistungen, bevor du Endpreise vergleichst.
  • Plane Inhalte, eigene Arbeitszeit und laufende Betreuung mit ein.
  • Lass dir Übergabe, Änderungsumfang und offene Kosten schriftlich erklären.

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Für eine einseitige Website. Das ist unser Einstiegspreis, kein Marktdurchschnitt. Den endgültigen Umfang und dein Angebot stimmen wir im Erstgespräch ab.

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Beschreibe zuerst, was die Website leisten soll

Du möchtest wissen, welcher Betrag für deine Website angemessen ist. Dafür brauchst du zuerst eine klare Aufgabe. Soll eine Schreinerei passende Projektanfragen bekommen? Soll ein Laden Öffnungszeiten und Sortiment erklären? Soll eine Unternehmensberatung ihr Angebot für Einkaufsverantwortliche verständlich machen? Diese Aufgaben verlangen unterschiedliche Inhalte. Eine pauschale Preisspanne würde die Unterschiede verdecken und dir beim Vergleich wenig helfen.

Schreibe deshalb vor der ersten Anfrage drei Sätze auf: Wen willst du erreichen? Welche Frage soll die Website beantworten? Was soll danach passieren? Ergänze, was ausdrücklich nicht gebraucht wird. Wenn Termine telefonisch vereinbart werden, muss das erste Angebot nicht automatisch ein Buchungssystem enthalten. Wenn du nichts online verkaufst, gehört ein Shop nicht als vorsorgliche Zusatzfunktion in den Auftrag.

Vergleiche Leistungen statt Seitenzahlen

Eine Seite mit fertigem Text und vorhandenem Foto ist eine andere Aufgabe als eine Seite, deren Angebot erst gemeinsam sortiert werden muss. Frag deshalb nach Textarbeit, Gestaltung, Umsetzung und Abstimmung getrennt. Der Ausdruck „fünf Seiten inklusive“ beantwortet keine dieser Fragen. Auch eine einzige umfangreiche Startseite verlangt Arbeit, wenn sie verschiedene Leistungen, Referenzen und Kontaktwege verständlich verbinden soll.

Bitte jeden Anbieter um dieselbe Aufstellung. Kennzeichne vorhandene Inhalte als verwendbar, überarbeitungsbedürftig oder fehlend. So siehst du, ob ein günstigeres Angebot Arbeit voraussetzt, die du selbst übernehmen müsstest. Ein höheres Angebot ist nicht automatisch besser. Es muss nachvollziehbar beschreiben, welche Aufgabe zusätzlich gelöst wird und welches Ergebnis du dafür erhältst.

BausteinIm Angebot klären
InhalteWer schreibt, kürzt und gibt Texte frei?
GestaltungWelche Seitentypen werden individuell ausgearbeitet?
UmsetzungWelche Funktionen werden tatsächlich eingerichtet?
RückmeldungenWelche Korrekturen und Abstimmungsrunden gehören dazu?
ÜbergabeWelche Zugänge, Dateien und Erläuterungen erhältst du?
Website-Layout für Bazari mit Marktfoto, Öffnungszeiten und Besuchsplanung
Marktfoto, Öffnungszeiten und Besuchsplanung bilden drei klar getrennte Inhaltsbereiche.

Ein Beispiel: Was braucht eine Schreinerei wirklich?

Nehmen wir eine erfundene Schreinerei in Münster. Sie möchte mehr Anfragen für Einbauschränke und weniger allgemeine Reparaturanfragen. Gute Projektfotos sind vorhanden. Was fehlt, sind verständliche Beschreibungen der Leistungen und eine Erklärung des Ablaufs. Der sinnvolle Auftrag lautet deshalb nicht „moderne Website“. Er lautet: Einbauschränke erklären, passende Arbeiten zeigen, Einsatzgebiet nennen und eine erste Projektanfrage ermöglichen.

Ein Angebot könnte die vorhandenen Texte unverändert übernehmen. Ein anderes könnte Gespräche zur Angebotsschärfung und neue Texte einschließen. Beides als reine Gestaltung zu vergleichen wäre irreführend. Die Inhaberin sollte fragen, welches Angebot ihre konkrete Lücke schließt. Eine aufwendige Animation ersetzt weder die fehlende Beschreibung des Aufmaßes noch die Information, welche Unterlagen für eine erste Einschätzung hilfreich sind.

Rechne deine eigene Arbeit mit

Ein Projekt benötigt Entscheidungen aus deinem Betrieb. Jemand muss Leistungen erklären, Bilder auswählen, Aussagen prüfen und Rückmeldungen bündeln. Diese Zeit verschwindet nicht, wenn ein Anbieter sie aus seinem Angebot herauslässt. Lege fest, wer sie übernimmt und wann diese Person erreichbar ist. Ein niedriger Einstiegspreis hilft wenig, wenn du anschließend wochenlang Material zwischen Tagesgeschäft und Feierabend zusammensuchst.

Erstelle eine Materialliste mit Verantwortlichen. Für jeden fehlenden Text und jedes fehlende Bild gibt es eine Entscheidung: selbst liefern, gemeinsam entwickeln oder beauftragen. Bitte um ein Angebot für die gewählte Variante. Wenn du selbst schreibst, vereinbare trotzdem eine Prüfung auf Verständlichkeit und Länge. Sonst wird die Gestaltung womöglich auf Inhalte aufgebaut, die kurz vor Abschluss vollständig ersetzt werden müssen.

Website-Layout für Klarloop mit Produktoberfläche und zwei unterschiedlichen Aktionen
Die Seite trennt Produktinformationen von den Aktionen für Roadmap und Rückmeldungen.

Erfrage die Kosten nach dem Start

Lass dir die geplanten Ausgaben für Domain, Hosting, verwendete Dienste und vereinbarte Betreuung einzeln nennen. Frage nach Zahlungsrhythmus, Vertragsinhaber und Abrechnung. Verlange konkrete Anbieterangaben für das vorgesehene System statt einer geschätzten Gesamtsumme. So erkennst du, welche Positionen zum Projekt gehören und welche du später direkt an andere Unternehmen zahlst.

Kläre außerdem typische Änderungen: Wer aktualisiert Urlaubszeiten? Wer tauscht Projektbilder aus? Wie beauftragst du eine neue Leistungsseite? Bitte um einen beschriebenen Ablauf samt Abrechnungsgrundlage. Entscheide danach, ob du Inhalte selbst pflegen möchtest. Lass dir die tatsächliche Bearbeitung zeigen. Eine pauschale Zusage wie „alles ganz einfach“ ersetzt keine nachvollziehbare Übergabe an die Person, die später damit arbeitet.

Prüfe, welche Versprechen überprüfbar sind

„SEO inklusive“ ist keine ausreichend genaue Leistungsbeschreibung. Frage nach den konkreten Arbeiten und der Dokumentation. Google erklärt im eigenen SEO-Startleitfaden, dass es weder eine garantierte Aufnahme in den Index noch ein Rezept für den ersten Platz gibt. Ein Angebot sollte deshalb nachvollziehbare Aufgaben beschreiben, statt dir eine Suchposition zu verkaufen.

Auch „fertig in wenigen Tagen“ braucht Bedingungen. Sind Texte und Bilder dann bereits freigegeben? Wer liefert Rückmeldungen? Bezieht sich fertig auf einen ersten Entwurf oder auf die veröffentlichte Website? Bei 48HRS erhältst du die erste vollständige Version innerhalb von 48 Stunden ab dem vereinbarten Produktionsstart. Dafür müssen Briefing, finale Inhalte und Dateien freigegeben sein, benötigte Zugänge vorliegen und die Zahlung erfolgt sein. Das Kennenlerngespräch startet diese Frist nicht.

Mach aus dem Angebot einen prüfbaren Auftrag

Lege vor Beginn fest, woran du das Ergebnis beurteilst. Dazu gehören die vereinbarten Seiten, freigegebene Inhalte, funktionierende Kontaktwege und eine brauchbare mobile Ansicht. Beschreibe besonders die Wege, die deine Kundschaft tatsächlich nutzt. Bei der Schreinerei wäre das etwa: Leistung verstehen, passendes Projekt ansehen, Einsatzgebiet prüfen und eine Anfrage mit den vorhandenen Informationen senden.

Halte neue Wünsche getrennt von Fehlern und vereinbarten Korrekturen fest. Eine zusätzliche Sprachfassung ist eine andere Aufgabe als ein falscher Link. Bitte um eine kurze schriftliche Einschätzung, bevor der Umfang wächst. Damit wird weder jede Rückmeldung zur Zusatzrechnung noch jede neue Idee automatisch Teil des ursprünglichen Preises. Beide Seiten erhalten eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen.

  • Leistungsumfang und ausdrücklich ausgeschlossene Arbeiten sind benannt.
  • Material, Zuständigkeiten und Startbedingungen stehen fest.
  • Laufende Positionen und die spätere Pflege sind erklärt.
  • Übergabe und Kriterien für die Abnahme sind beschrieben.

Wähle das Angebot mit dem passenden Umfang

Streiche zunächst alles, was für die erste Aufgabe keinen klaren Nutzen hat. Bewahre notwendige Inhalte und Kontaktwege. Wenn dein Budget begrenzt ist, verkleinere den Umfang offen. Eine sorgfältig erklärte Kernleistung ist ein sinnvollerer Ausgangspunkt als mehrere leere Unterseiten. Plane weitere Inhalte als konkrete nächste Ausbaustufe, jeweils mit Anlass und verantwortlicher Person.

Für ein Erstgespräch reichen dein wichtigstes Angebot, die gewünschte Anfrage und eine ehrliche Übersicht vorhandener Materialien. Bitte um eine Empfehlung für diesen Stand. Du brauchst danach keinen beeindruckenden Stapel Fachbegriffe. Du brauchst ein verständliches Angebot, dessen Leistungen, Bedingungen und spätere Aufgaben du mit deinem Betrieb abgleichen kannst.

Häufige Fragen

Ist ein Festpreis für meine Website sinnvoll?

Ja, wenn Umfang, Inhalte, Korrekturen und Übergabe klar beschrieben sind. Frage zusätzlich, wie neue Wünsche bewertet und vor ihrer Umsetzung freigegeben werden.

Soll ich Texte selbst liefern?

Wenn du dafür Zeit und eine klare Vorstellung hast. Vereinbare, ob der Anbieter Struktur und Verständlichkeit prüft. Unfertige Texte solltest du bereits in der Anfrage als offene Aufgabe nennen.

Wie vergleiche ich zwei unterschiedliche Angebote?

Übertrage beide in dieselbe Leistungsliste. Markiere fehlende Angaben und frage nach. Vergleiche den Preis erst, wenn du weißt, welche Arbeit du selbst übernehmen müsstest.

Quellen und weiterführende Links

Lass uns deinen nächsten Schritt klären.

Besprich Ziel, Inhalte und Umfang. Dein Angebot richtet sich nach dem vereinbarten Projektumfang.

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