Unternehmenspräsentation für B2B: Leistungen und Zusammenarbeit zeigen
Eine Unternehmenspräsentation sollte Partnern und Einkäufern zeigen, was du anbietest, wie die Arbeit abläuft und welche Belege deine Aussagen stützen.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Unternehmensdeck erklärt Leistungsumfang, Ablauf, Zuständigkeiten und Belege.
- Jede Leistung bekommt eine Folie mit Voraussetzungen, Ergebnissen und Grenzen.
- Jede Tatsachenbehauptung braucht eine geprüfte Quelle und eine zuständige Person.
Richte die Präsentation auf Partner und Lieferanten aus
Eine B2B-Unternehmenspräsentation für Partner oder Lieferanten beantwortet andere Fragen als ein Verkaufspitch. Das Gegenüber möchte wissen, wen das Unternehmen unterstützt, welche Leistungen dazugehören, wie die Arbeit abläuft und was am Ende übergeben wird. Die Präsentation gibt einen Überblick, bevor ein konkretes Projekt besprochen wird.
Richte jede Folie auf diese Einordnung aus. Lass Einwandbehandlung, künstlichen Zeitdruck und lange Argumente für einen sofortigen Kauf weg. Ein möglicher Partner braucht klare Leistungsgrenzen, Zuständigkeiten und passende Arbeitsproben. Für ein bestimmtes Angebot eignet sich eine Verkaufspräsentation.
Nenne einen Zeitplan oder geschäftliche Bedingungen erst, wenn sie für das konkrete Projekt bestätigt sind.
Die Verkaufspräsentation verfolgt einen anderen Zweck als dieses Orientierungsdeck.
Gliedere acht Folien nach den Fragen des Gegenübers
Nutze die Gliederung als Ausgangspunkt. Bei einem klar begrenzten Unternehmen lassen sich Folien zusammenfassen. Ergänze eine Seite nur, wenn sie eine eigene Information vermittelt. Ein präziser Titel hilft beim Durchblättern und macht die Folie auch für sich verständlich.
| Folie | Aufgabe | Zu prüfende Angaben |
|---|---|---|
| 1. Unternehmensprofil | Unternehmen und passende Aufträge einordnen | Aktuelle Beschreibung und Zielgruppe |
| 2. Leistungsübersicht | Die Bereiche und ihre Unterschiede zeigen | Aktuelle Leistungen und klare Ausschlüsse |
| 3. Leistung A | Ein Angebot verständlich beschreiben | Ausgangslage, Eingaben, Ergebnisse und Grenzen |
| 4. Leistung B | Ein zweites Angebot nach derselben Logik zeigen | Beleg für die Leistung und Übergabe |
| 5. Ablauf | Schritte vom angenommenen Auftrag bis zur Übergabe zeigen | Zuständige Person und tatsächliche Reihenfolge |
| 6. Zusammenarbeit | Entscheidungen, Rückmeldung und Kundeneingaben klären | Wer liefert, prüft und gibt einzelne Punkte frei? |
| 7. Relevante Arbeit | Freigegebene Beispiele und den eigenen Beitrag zeigen | Live-Arbeit oder belegtes Beispiel mit Kontext |
| 8. Passung und nächster Schritt | Benötigte Angaben zur Prüfung eines Auftrags nennen | Kontaktweg, Unterlagen und offene Fragen |
Gib jeder Leistung eine klare Folie
Eine Leistungsfolie sollte erkennen lassen, ob ein Angebot zum Bedarf passt. Nutze für alle Angebote dieselbe Reihenfolge: typische Ausgangslage, enthaltene Arbeit, benötigte Angaben, gelieferte Ergebnisse und Ausschlüsse. So kann das Gegenüber die Angebote leichter vergleichen.
Benenne das Ergebnis. „Begleitung bei der Planung“ sagt wenig. Verständlicher wäre zum Beispiel ein gemeinsamer Termin, ein kurzer Entscheidungsvermerk und ein Plan für die nächsten Schritte, sofern genau das angeboten wird. Erkläre auch, was der Kunde bereitstellen muss und welche Arbeit nicht enthalten ist. Formuliere keine größere Leistung, als das Team tatsächlich übernimmt.
Bietet das Unternehmen nur eine Kernleistung an, kannst du eine weitere Folie für einen anderen Ablauf oder eine wichtige Grenze nutzen. Erfinde kein zweites Angebot für eine Vorlage. Für eine erklärungsbedürftige technische Leistung ist eventuell eine eigene Leistungspräsentation mit mehr Details nötig.

Für komplexe B2B-Leistungen gibt es eine eigene Präsentationsgliederung.
Prüfe Aussagen und Belege vor dem Layout
Sammle vor dem Layout alle Aussagen zu Fähigkeiten, Erfahrung, Lieferung und früheren Projekten. Notiere Quelle, verantwortliche Person und mögliche Einschränkungen.
Formuliere sachlich. Zeigt die aktuelle Teamübersicht bestimmte Zuständigkeiten, benenne die Rollen. Dokumentiert ein Prozessbild den heutigen Ablauf, beschreibe diesen Ablauf. Fehlt für ein früheres Projekt eine freigegebene Kennzahl, erkläre stattdessen die geleistete Arbeit und die Übergabe. Unbelegte Aussagen gehören nicht auf die Folie.
| Aussage zur Prüfung | Mögliche Quelle | Entscheidung |
|---|---|---|
| Das Team bietet zwei Leistungsbereiche | Aktuelle freigegebene Leistungsbeschreibungen | Nur aktive Angebote aufführen |
| Eine Rolle leitet jedes Projekt | Aktuelle Team- und Zuständigkeitsübersicht | Rolle nur bei klarer Verantwortung nennen |
| Ähnliche Projekte wurden umgesetzt | Freigegebene Projektunterlagen und Kundenzusage | Eigenen Beitrag und Kontext nennen |
| Zur Übergabe gehören bearbeitbare Dateien | Aktueller Umfang und Übergabeliste | Dateitypen und Grenzen benennen |
| Nach der Arbeit änderte sich ein Ergebnis | Prüfbare Quelle, Zeitraum und Methode | Ohne Beleg weglassen |

Wähle passende Arbeitsproben und erkläre sie
Wähle ein oder zwei Beispiele, die zum Bedarf des Gegenübers passen. Eine Bildunterschrift nennt Kontext, eigenen Beitrag, gelieferte Arbeit und bei Bedarf den Link zur freigegebenen Projektseite. Eine Reihe von Kundenlogos erklärt nicht, ob das Unternehmen ein Projekt geleitet, daran mitgearbeitet oder lediglich ein Produkt geliefert hat.
Erfinde keine Kundennamen, Zitate, Branchen, Projektgrößen oder Ergebnisse. Bei vertraulichen Projekten kläre, welches Material gezeigt werden darf. Kennzeichne Entwürfe klar als Entwurf, damit erkennbar bleibt, welche Arbeit bereits geliefert wurde.
Ein Werkstattfoto zeigt den Arbeitskontext. Eine aktuelle Prozessgrafik zeigt den beschriebenen Ablauf. Nutze sie für Aussagen, die das Bild tatsächlich stützt.
Mach Zusammenarbeit und Übergabe sichtbar
Erkläre, wie Partner mit deinem Team zusammenarbeiten. Wer liefert Ausgangsmaterial? Wer prüft den Entwurf? Wer gibt Entscheidungen frei? Wer erhält die fertigen Dateien? Nenne den üblichen Kontaktweg und den Ort, an dem Projektentscheidungen dokumentiert werden. So lässt sich der Ablauf mit dem des Gegenübers vergleichen.
Beschreibe für jede Leistung die Übergabe in normalen Begriffen. Nenne Dateien, Zugänge oder Dokumentation, sofern sie zum vereinbarten Umfang gehören. Erkläre, welche Aufgaben beim Kunden liegen. Die Präsentation sollte keine laufende Betreuung, Softwarezugänge oder Unternehmensintegration versprechen, wenn solche Leistungen nicht angeboten werden.
Halte die Aussagen aktuell. Eine verantwortliche Person sollte Teamangaben, Leistungsfolien und Arbeitsproben prüfen, bevor das Deck an neue Partner geht. Veraltete Abläufe gehören entfernt.
Fiktives Beispiel: eine Lieferantenprüfung
Hainfeld Anlagenservice ist ein fiktiver Betrieb, der Geräte kleiner Lebensmittelbetriebe wartet.
Die acht Folien stellen das Unternehmen vor, zeigen seine Leistungen und beschreiben jede in einer eigenen Folie. Weitere Folien erklären den Weg vom Auftrag bis zur Übergabe, Zuständigkeiten und eine Arbeitsprobe, sofern sie freigegeben ist. Zum Schluss nennt das Deck die Angaben, die für eine Partneranfrage noch fehlen. Aussagen zu kürzeren Reparaturen oder höherer Verfügbarkeit gehören erst hinein, wenn Daten sie belegen.
Das Deck soll dem Gegenüber helfen, Leistungsumfang und offene Fragen einzuschätzen. Es bereitet die nächste Unterhaltung vor.
Prüfe Folientitel, Lesereihenfolge und Dateiformat
Gib jeder Folie einen eindeutigen, beschreibenden Titel. Microsoft erklärt, dass Folientitel Menschen mit Screenreader bei der Orientierung helfen. Sie erleichtern auch das Durchsehen des Foliensatzes.
Prüfe die Lesereihenfolge der Elemente und ergänze sinnvolle Alternativtexte für wichtige Bilder. Microsoft weist darauf hin, dass die Reihenfolge für Screenreader von der sichtbaren Anordnung abweichen kann. Nutze die Barrierefreiheitsprüfung und kontrolliere anschließend selbst, ob der Inhalt nachvollziehbar vorgelesen wird.
Öffne die finale PDF- oder Präsentationsdatei am Smartphone und am Rechner. Prüfe Links, Lesbarkeit, Bildbeschreibungen und Notizen. Benenne die richtige Fassung und sag, ob das Gegenüber eine bearbeitbare Datei oder ein PDF zur Ansicht erhält. Halte außerdem fest, welche Information noch fehlt und wer sie liefert.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich ein Unternehmensdeck von einem Verkaufspitch?
Ein Unternehmensdeck ordnet Leistungen, Umfang, Ablauf und Belege für Partner oder Lieferanten ein. Ein Verkaufspitch begründet einen bestimmten Kauf. Zielgruppe und nächste Entscheidung bestimmen die Gliederung.
Wie viele Leistungen gehören in die Präsentation?
Nimm die für die Prüfung relevanten Angebote auf. Gib jedem genug Platz für Eingaben, Ergebnisse und Grenzen. Streiche veraltete oder unpassende Angebote, statt Folien für eine Zielzahl zu füllen.
Braucht jede Leistungsfolie ein Kundenergebnis?
Nein. Nutze eine freigegebene Arbeitsprobe, wenn sie bei der Einschätzung hilft. Ohne geprüfte Ergebnisse kannst du die tatsächliche Arbeit und Übergabe erklären, ohne Kennzahlen oder Versprechen zu erfinden.
Quellen und weiterführende Links
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